Haarausfall Tipps & Tricks

In Rheuma, Haut & Haare by danielapaulsen

Haarausfall kann eine Begleiterscheinung von Rheuma sein, sei es durch die Krankheit selbst, durch die damit verbundenen Entzündungen oder durch die Nebenwirkungen der Medikamente, wie Kortikosteroide oder Methotrexat. Hier sind umfassende Tipps, die hoffentlich helfen können, den Haarausfall zu linden und die Gesundheit Deiner Haare zu fördern.

1.Überprüfung der Medikamente und ärztliche Beratung

Medikamentenanpassung: Sprich mit deinem Arzt darüber, ob der Haarausfall durch deine Medikamente verursacht sein könnte. Möglicherweise kann der Arzt Alternativen empfehlen oder die Dosierung anpassen.

Folsäure als Ergänzung: Besonders bei der Einnahme von Methotrexat kann Folsäure helfen, Nebenwirkungen wie Haarausfall zu verringern. Dein Arzt kann dir die richtige Dosierung empfehlen.

2.Schonende Haarpflege

Verwende milde Shampoos: Greife zu sulfat- und parabenfreien Shampoos, die deine Kopfhaut schonen und die Haarwurzeln nicht belasten.

Nicht zu oft waschen: Häufiges Waschen trocknet das Haar aus und kann die Kopfhaut reizen.

Sanftes Trocknen: Rubble deine Haare nach dem Waschen nicht stark, sondern drücke das Wasser vorsichtig mit einem Handtuch heraus. Lasse die Haare anschliessend an der Luft trocknen.

3.Vermeidung von Hitze und chemischen Behandlungen

Hitzeschutzprodukte verwenden: Wenn du Föhn oder Glätteisen benutzt, schütze dein Haar mit einem Hitzeschutzspray.

Minimiere Hitzebehandlungen: Versuche, dein Haar so oft wie möglich an der Luft trocknen zu lassen und vermeide Föhn, Glätteisen oder Lockenstab, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Tipp: Verwende für Locken ein Lockenband, dass du über nacht im Haar lässt, um schonend und hitzefrei schöne Locken zu haben. Ich habe dir mein Lockenband  auf der Page unter Empfehlungen – Hilfsmittel hinzugefügt.

Keine chemischen Behandlungen: Verzichte auf häufiges Färben, Dauerwellen oder chemisches Glätten, da dies die Haare schwächt

4.Kopfhautpflege zur Förderung der Durchblutung

Regelmässige Kopfhautmassage: Massiere deine Kopfhaut 5–10 Minuten täglich mit sanften, kreisenden Bewegungen. Das fördert die Durchblutung und stimuliert die Haarwurzeln.

Pflegeöle für die Kopfhaut: Kokosöl, Rosmarinöl oder Jojobaöl spenden Feuchtigkeit und beruhigen die Kopfhaut. Massiere ein wenig Öl ein und lasse es einige Stunden oder über Nacht einwirken.

Koffein-Shampoos: Koffein kann die Durchblutung der Kopfhaut anregen und das Haarwachstum unterstützen. Ich nehme die Koffeinreihe von m.asam und bin damit sehr zufrieden. Meine Haare sind dadurch wieder sehr viel voller und kräftiger geworden. Bedenke jedoch, dass es bei den Haaren wie bei den Biologika ist: Was dem einen hilft, zeigt beim anderen keine Wirkung und umgekehrt. Du wirst somit fürchte ich nicht drum herum kommen etwas auszuprobieren. Falls Du die Koffeinreihe ausprobieren möchtest, findest du sie hier auf der Page unter Ela – Ela’s Beauty Routinen (Ich habe mit m.asam keinerlei Werbeverträge).

5. Stressbewältigung und Schlaf

Achtsamkeit und Meditation: Stress kann Haarausfall verstärken. Regelmässige Achtsamkeitsübungen und Meditation helfen dir, Stress abzubauen und deine Haut zu beruhigen.

Progressive Muskelentspannung (PME): Diese Technik hilft, tiefe Entspannung zu erreichen, die sich positiv auf Stress und damit auch auf den Haarausfall auswirken kann. Sie ist gut geeignet für Menschen, die Mühe damit haben still zu sitzen, da man sich hierbei bewegen darf und muss, indem man die einzelnen Muskelgruppen nacheinander bewusst anspannt und wieder loslässt. Die Beobachtung der Veränderung der Anspannung beider Zustände unterstützt die Entspannung und damit verbunden den Stressabbau.

Guter Schlaf: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Zellregeneration und somit auch für die Gesundheit deiner Haare. Ich weiss es ist sehr herausfordernd mit Rheuma eine gute Schlafhygiene zu haben. Versuche auch hier zu optitimieren was möglich ist.

Satin- oder Seidenkissenbezüge: Diese Materialien sind sanfter für die Haare und verringern Haarbruch. Baumwolle kann reiben und zu Haarbruch führen, während glatte Stoffe wie Seide die Reibung minimieren.

6. Ernährung und natürliche Mittel

Leberentlastung: Da die Leber stark an der Verarbeitung von Medikamenten beteiligt ist, kann eine leberfreundliche Ernährung (viel Gemüse, wenig Fett) dazu beitragen, die Belastung zu verringern und indirekt auch den Haarausfall zu mildern.

Proteinreiche Lebensmittel: Deine Haare bestehen hauptsächlich aus Keratin, einem Protein. Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und mageres Fleisch liefern wichtige Proteine für kräftiges Haar.

Eisenreiche Ernährung: Ein Eisenmangel kann Haarausfall verursachen und Rheumatiker leiden leider sehr oft aufgrund der im Körper tobenden Entzündungen an Eisenmangel. Kontrolliere deshalb regelmässig Deinen Eisenwert und setze auf Lebensmittel wie rote Beete und Haferflocken, um deinen Eisenspeicher aufzufüllen.

Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren wirken entzündungshemmend und fördern die Kopfhautgesundheit.Chia-Samen und z.B. Walnüsse sind besonders reich an Omega-3.

Biotin und Zink: Vollkornprodukte, Nüsse, Eier und grünes Gemüse versorgen dich mit Biotin und Zink, die wichtig für das Haarwachstum sind.

Vitamin C und Antioxidantien: Vitamin C hilft, das Immunsystem zu stärken und die Zellgesundheit zu fördern, was auch die Haargesundheit unterstützt. Beeren, Paprika und Zitrusfrüchte sind reich an Vitamin C.

7.Schonende Frisuren und Stylingtipps

Lockere Frisuren tragen: Enge Frisuren wie straffe Zöpfe oder Dutts üben Zug auf die Haarwurzeln aus und können zu Haarverlust führen. Lockere Frisuren sind sanfter.

Sanfte Haargummis: Verwende Haargummis ohne Metall und achte darauf, dass sie weich sind, um Haarbruch zu vermeiden.

Naturborstenbürste verwenden: Bürste deine Haare langsam und achtsam mit einer Bürste aus Naturborsten, da diese die Kopfhaut sanft massieren und die natürlichen Öle der Kopfhaut gleichmässig verteilen.

Finger statt Bürste verwenden: Wenn möglich, entwirre deine Haare vorsichtig mit den Fingern, um weniger Zug auf die Haarwurzeln auszuüben und Haarbruch zu vermeiden.

8.Haarkuren und Masken für Haarwachstum

Ei- und Honigmaske: Eine Mischung aus einem Ei und einem Esslöffel Honig kann deinem Haar Feuchtigkeit und Kraft verleihen. Trage die Maske auf, lasse sie 20 Minuten einwirken und spüle sie gründlich aus.

Aloe Vera Gel: Aloe Vera beruhigt die Kopfhaut und kann das Haarwachstum fördern. Trage es auf die Kopfhaut auf und lasse es 15–20 Minuten einwirken.

Zwiebel- oder Knoblauchextrakte: Diese Inhaltsstoffe können das Haarwachstum anregen. Trage den Saft auf die Kopfhaut auf, lasse ihn 15 Minuten einwirken und spüle ihn dann aus. Achte darauf, den Extrakt sparsam anzuwenden, falls deine Kopfhaut empfindlich ist.

Kopfhautseren mit Vitamin E und Niacinamid: Vitamin E und Niacinamid fördern die Durchblutung der Kopfhaut und stärken die Haarfollikel. Ein Serum mit diesen Inhaltsstoffen kann abends sanft einmassiert werden.

Reiskleieöl und Borretschöl: Diese Öle sind reich an Nährstoffen und wirken beruhigend auf die Kopfhaut. Trage sie einmal pro Woche auf die Kopfhaut auf, lasse sie 30 Minuten einwirken und wasche sie dann gründlich aus.

9.Schutz der Kopfhaut vor Umwelteinflüssen

Sonnenschutz für die Kopfhaut: Verwende ein leichtes Sonnenschutzspray für die Haare oder trage bei starker Sonneneinstrahlung einen Hut oder ein Kopftuch, um die Kopfhaut zu schützen.

Kälteschutz im Winter: Auch bei kaltem Wetter ist es wichtig, deine Kopfhaut zu schützen. Eine Mütze hilft, die Durchblutung der Haarwurzeln zu fördern und Haarbruch durch kalte, trockene Luft zu reduzieren.

Sofortige Reinigung nach dem Schwimmen: Chlor und Salzwasser können die Kopfhaut reizen. Nach dem Schwimmen solltest du deine Haare gründlich ausspülen und bei Bedarf eine feuchtigkeitsspendende Kopfhautpflege auftragen.