Mundtrockenheit ist ein häufiges Symptom bei Rheuma und kann zu Unwohlsein, Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und einem erhöhten Risiko für Zahnprobleme führen. Hier sind deshalb einige praktische Tipps, die Dir helfen können das Symptom zu lindern.
1.Regelmässige Flüssigkeitsaufnahme
Wasser trinken: Häufiges Trinken kleiner Mengen Wasser hilft, den Mund feucht zu halten.
Zuckerfreie Getränke: Alternativ zu Wasser können auch ungesüsste Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte verwendet werden.
Eiswürfel lutschen: Einfache Eiswürfel oder Minz-Eiswürfel (z. B. mit Minzlösung) spenden Feuchtigkeit und erfrischen den Mund. Sie helfen, das Durstgefühl zu reduzieren und befeuchten die Schleimhäute.
2.Speichelflussanregung
Kaugummi kauen: Zuckerfreier Kaugummi (z. B. mit Xylitol) regt die Speichelproduktion an und kann auch helfen, den Mund zu befeuchten.
Bonbons lutschen: Zuckerfreie Bonbons (idealerweise ohne Säure) helfen ebenfalls, den Speichelfluss zu stimulieren.
Knackiges Obst und Gemüse: Äpfel, Karotten und Sellerie fördern das Kauen und regen den Speichelfluss an.
3.Feuchtigkeit spendende Mundprodukte
Speichelersatzmittel: Künstliche Speichelersatzmittel, wie Gele oder Sprays, spenden Feuchtigkeit und wirken langanhaltend. Frage Deinen Rheumatologen oder HNO nach einem Rezept.
Befeuchtende Mundspülungen: Spezielle Mundspülungen für trockene Münder helfen, die Mundhöhle feucht zu halten. Achte darauf, dass sie keinen Alkohol enthalten.
Speichelstimulanzien: Einige spezielle Präparate enthalten Inhaltsstoffe, die den Speichelfluss anregen und die Mundschleimhaut schützen.
Ich selbst habe zum Beispiel Hafttabletten namens Xylimelts für die Nacht von meinem Rheumatologen verschrieben bekommen (keine bezahlte Werbung).
4. Mundhygiene
Sanfte Zahnpasten verwenden: Mild formulierte Zahnpasten ohne Alkohol oder Menthol sind ideal. Achte auf Produkte, die speziell für trockene Münder entwickelt wurden.
Fluorid verwenden: Fluoridreiche Zahnpasta und -spülungen schützen die Zähne, da der Speichel diese Funktion bei Xerostomie nur eingeschränkt erfüllen kann.
Chlorhexidin: Ein Antiseptikum, das gegen Bakterien im Mund wirkt und das Risiko von Zahnproblemen reduziert (keine bezahlte Werbung).
5.Hausmittel und natürliche Ansätze
Oliven- oder Kokosöl: Ein Tropfen Öl auf die Zunge kann Feuchtigkeit spenden und ein Schutzfilm auf der Schleimhaut bilden.
Aloe Vera Gel: Sanft auf die Mundschleimhaut auftragen; Aloe Vera spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Stellen.
Minze und Zitronenwasser: Ein paar Tropfen Zitronensaft in Wasser können den Speichelfluss anregen. Achte darauf, es nicht zu häufig anzuwenden, um die Zähne zu schonen und meide es, wenn Du bereits viele offene Stellen im Mund hast.
6.Lebensmittel zur Linderung von Mundtrockenheit
Wasserreiches Obst und Gemüse: Gurken, Melonen und Zucchini haben einen hohen Wassergehalt und tragen zur Feuchtigkeitspflege bei.
Vermeidung von salzigen und trockenen Speisen: Salzige Snacks, Kekse oder Zwieback können die Mundtrockenheit verstärken und sollten gemieden werden.
7.Vermeidung von Triggern
Rauchen aufgeben: Rauchen verstärkt die Mundtrockenheit und wirkt sich negativ auf die Speicheldrüsen aus.
Alkohol- und Koffeinkonsum reduzieren: Beide Substanzen trocknen den Mund aus und sollten in Massen konsumiert werden.
8. Medikamentöse Ansätze und ärztliche Empfehlungen
Medikamenten-Check: Besprechen Sie mit dem Arzt, ob Medikamente zur Mundtrockenheit beitragen. Eventuell können Alternativen oder eine Dosisanpassung helfen.
Speichelstimulierende Medikamente: Arzneimittel wie Pilocarpin können bei schwerer Xerostomie verschrieben werden, um den Speichelfluss gezielt anzuregen.
Regelmässige Kontrolle beim Zahnarzt: Eine erhöhte Anfälligkeit für Karies und Zahnprobleme erfordert eine engmaschige zahnärztliche Kontrolle.
9.Feuchtigkeit in der Umgebung
Luftbefeuchter: Ein Luftbefeuchter, besonders in trockenen Räumen oder im Winter, erhöht die Luftfeuchtigkeit und kann die Mundtrockenheit reduzieren, besonders nachts.
Dampfinhalation: Inhalationen können temporär Feuchtigkeit spenden und die Schleimhäute beruhigen.
10.Ernährung und Lebensstil anpassen
Entzündungshemmende Ernährung: Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren, wie Fisch und Leinsamen, können entzündungshemmend wirken und die Schleimhäute unterstützen.
Ausreichend trinken: Eine tägliche Trinkmenge von mindestens 2 Litern ist ideal, um den Körper und die Mundschleimhaut feucht zu halten.
11.Stressbewältigung
Entspannungstechniken: Stress kann die Symptome von Xerostomie verschlimmern. Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation und Atemübungen können helfen, den Speichelfluss zu fördern.
Tipp für Untersuchungen vor denen Du nichts trinken darfst!
Leichtes Einmassieren der Wangen von aussen
- Wirkung: Das Massieren der Wangen in kreisenden Bewegungen hilft, die Speicheldrüsen zu stimulieren.
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