{"id":69,"date":"2024-08-27T13:34:40","date_gmt":"2024-08-27T13:34:40","guid":{"rendered":"http:\/\/psoriasisarthritis.ch.185-117-168-104.srv14.webpreview.ch\/?p=69"},"modified":"2024-08-28T10:56:45","modified_gmt":"2024-08-28T10:56:45","slug":"rheuma-und-wechseljahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/psoriasisarthritis.ch\/?p=69","title":{"rendered":"Rheuma und Wechseljahre"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<hr \/>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>W\u00e4hrend der Wechseljahre durchl\u00e4uft unser K\u00f6rper erhebliche hormonelle Schwankungen, die sich auch auf unsere Rheumaerkrankung auswirken k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Wenn wir die Auswirkungen der Wechseljahre lindern, tun wir somit auch unserem Rheuma etwas Gutes.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h4>\u00d6STROGEN<\/h4>\n<\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<p>Es gibt drei Hauptarten von \u00d6strogen im menschlichen K\u00f6rper<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Estron (E1): Diese Form von \u00d6strogen ist w\u00e4hrend der Menopause vorherrschend. Es wird im Fettgewebe, der Nebennierenringe und den Eierst\u00f6cken produziert.<\/li>\n<li>Estradiol (E2): Dies ist die h\u00e4ufigste und st\u00e4rkste Form von \u00d6strogen bei Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter. Es wird haupts\u00e4chlich in den Follikeln der Eierst\u00f6cke produziert, weshalb der \u00d6strogenspiegel beginnt abzunehmen, sobald der Eisprung nicht mehr regelm\u00e4ssig stattfindet.<\/li>\n<li>Estriol (E3): Dies ist haupts\u00e4chlich ein Abbauprodukt von Estradiol und Estron und somit die schw\u00e4chste Form von \u00d6strogen. Zu geringen Teilen wird es jedoch auch von den Eierst\u00f6cken, den Nebennieren und der Leber produziert.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>Ein Ungleichgewicht im \u00d6strogenspiegel kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen f\u00fchren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>\u00d6strogen\u00fcberschuss<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Unregelm\u00e4ssige Menstruationszyklen<\/li>\n<li>Gewichtszunahme, insbesondere im Bereich der H\u00fcften und Oberschenkel<\/li>\n<li>Erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Brustkrebs und Geb\u00e4rmutterschleimhautkrebs<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>\u00d6strogenmangel<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Hitzewallungen, Nachtschweiss, Schlafst\u00f6rungen und vaginale Trockenheit<\/li>\n<li>Erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/li>\n<li>Brainfog, Konzentrationsprobleme<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>\u00d6strogen wirkt entz\u00fcndungshemmendend. Ein sinkender \u00d6strogenspiegel kann entsprechend das Risiko f\u00fcr Entz\u00fcndungen im K\u00f6rper erh\u00f6hen und rheumatische Beschwerden inklusive des Brainfogs verst\u00e4rken.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Studien zeigen desweiteren, dass Frauen nach der Menopause ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die Entstehung rheumatischer Erkrankungen haben, aber auch Frauen mit einer fr\u00fchen Menopause (vor dem 44. Lebensjahr) sind st\u00e4rker gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h4>PROGESTERON<\/h4>\n<\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<p>Progesteron wird haupts\u00e4chlich in den<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Eierst\u00f6cken, insbesondere im Gelbk\u00f6rper (Corpus luteum) nach dem Eisprung produziert und<\/li>\n<li>in geringen Mengen in den Nebennieren bei beiden Geschlechtern.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend der Schwangerschaft wird es hingegen auch in grossen Mengen von der Plazenta produziert.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>Progesteron wirkt<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>entspannend<\/li>\n<li>angstl\u00f6send<\/li>\n<li>schmerzlindernd und<\/li>\n<li>schlaff\u00f6rdernd<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>Progesteronmangel<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>unregelm\u00e4ssiger Menstruationszyklus<\/li>\n<li>Zwischenblutungen<\/li>\n<li>Brustschmerzen<\/li>\n<li>Probleme bei der Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft<\/li>\n<li>Stimmungsschwankungen<\/li>\n<li>Angstzust\u00e4nde<\/li>\n<li>erh\u00f6hte Reizbarkeit<\/li>\n<li>Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>Da der Schlaf bei Rheuma eh bereits aufgrund n\u00e4chtlicher Liegeschmerzen gest\u00f6rt ist, kann ein Progesteronmangel diese wichtige Erholungsphase noch weiter erschweren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Progesteron\u00fcberschuss<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Ein hoher Progesteronspiegel kann zu M\u00fcdigkeit und verminderter Energie f\u00fchren.<\/li>\n<li>Ebenso kann ein \u00dcberschuss zu einer Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p>Studien zeigen, dass das viszerale Fettgewebe (Bauchfett) Botenstoffe produziert, die Entz\u00fcndungen verst\u00e4rken und somit negative Auswirkungen auf Rheumaerkrankungen haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Ein Body-Mass-Index (BMI) von \u00fcber 25 steigert z.B. das Risiko einer Rheumatoiden Arthritis (Quelle: De Hair MJ. et.al.: \u201cSmoking and overweight determine the likelihood of developing rheumatoid arthritis, Ann Rheum Dis., 2013\u201d; (10): 1654-1658)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h4>STRESS<\/h4>\n<\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<p>Die Wechseljahre bringen aufgrund der hormonellen Schwankungen oft emotionale und k\u00f6rperliche Herausforderungen mit sich, die zu erh\u00f6htem Stress f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Da Stress ein grosser Ausl\u00f6ser f\u00fcr Rheuma-Sch\u00fcbe ist, kann dieser die bestehenden Symptome weiter verschlechtern.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Es kann somit hilfreich sein medizinischen Rat einzuholen, um die Auswirkungen der Wechseljahre auf das Rheuma zu minimieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Wechseljahre durchl\u00e4uft unser K\u00f6rper erhebliche hormonelle Schwankungen, die sich auch auf unsere Rheumaerkrankung auswirken k\u00f6nnen. 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